Systemische Qualitätssicherung der Avalon Kinder- und Jugendhilfe
Unsere Arbeit ist in einem transparenten und überprüfbaren Qualitätsmanagementsystem verankert. Die Einhaltung höchster Standards in Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität ist konzeptioneller Bestandteil unseres Selbstverständnisses.
I. Strukturqualität: Fundament und Rahmenbedingungen
Die Rahmenbedingungen der Avalon Kinder- und Jugendhilfe sind auf die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Erziehungshilfe ausgerichtet:
- Leitbild und Konzeption: Das Leitbild und das pädagogische Grundverständnis sind in der Leistungsbeschreibung verankert. Die Konzeption wird jährlich mit dem Team diskutiert und an aktuelle Erfordernisse und gesetzliche Vorgaben angepasst.
- Betreuungsfaktor: 1:1,38
- Ausstattung (Jugendamt – Wohngruppe): Wir bieten eine bedarfsgerechte Möblierung und individuelle Gestaltung der persönlichen Zimmer. Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer mit anliegendem Bad.
- Personalmanagement:
- Das Einstellungsverfahren umfasst die Sichtung der Bewerbungsunterlagen, ein Bewerbungsinterview (mit Interviewer und Beobachter) sowie eine Hospitation.
- Die Mitarbeiterentwicklung erfolgt durch ein jährliches Zielvereinbarungsgespräch mit einem eigens entwickelten Leitfaden.
- Der Fort- und Weiterbildungsplan wird jährlich im Herbst für die gesamte Einrichtung erstellt.
- Die Mitarbeiterzufriedenheit wird jährlich anonym mittels eines standardisierten Fragebogens abgefragt und die Ergebnisse im Team kommuniziert.
- Vernetzung: Die Avalon Kinder und Jugendhilfe nimmt an entsprechenden Gremien und Arbeitskreisen
Die Avalon – Familienwohnung
Unsere Familienwohnung (Jugendamt – Familienwohnung) stellt ein wesentliches Instrument zur Vermeidung von Hilfeabbrüchen („Drehtüreffekt“) und zur Sicherung der Nachhaltigkeit dar. Sie ist der praktische Beweis für unsere wirkungsorientierte Arbeit.
- Transferleistung
Die im Elterncoaching (Jugendamt – Elterncoaching) und in den Kindertrainings erlernten Kompetenzen werden vom künstlichen Setting der Wohngruppe (Jugendamt – Wohngruppe) in den Echt-Alltag übertragen.
- Risikomanagement
Krisenhafte Zuspitzungen während der Rückführungsphase werden im geschützten Rahmen aufgefangen und pädagogisch bearbeitet, statt zu einem erneuten Beziehungsabbruch zu führen.
- Diagnostische Absicherung
Die Phase in der Familienwohnung (Jugendamt – Familienwohnung) dient als abschließende Evaluation der Erziehungskompetenz und der Bindungsstabilität vor der endgültigen Entlassung.
- Ausstattung und Lage
Die Familienwohnung (Jugendamt – Familienwohnung) ist so gestaltet, dass sie eine warme, wohnliche Atmosphäre bietet und gleichzeitig funktional für den Familienalltag ausgestattet ist:
- Platz für die Familie: Elternschlafzimmer, ein gemütlicher Wohnbereich mit Schlafmöglichkeit und eine voll ausgestattete Küche.
- Eigenes Bad: Privatsphäre für die gesamte Familie.
- Anbindung: Direkt im Haus der Avalon Kinder- und Jugendhilfe (Jugendamt – Wohngruppe) in Warstein gelegen, um die Wege zu den Fachkräften kurz zu halten.
II. Prozessqualität: Steuerung und Transparenz
Die Abläufe der Hilfegewährung sind klar definiert, um eine lückenlose Steuerung und Information zu gewährleisten:
- Aufnahmeverfahren: Das Verfahren beginnt mit einer ausführlichen Durchsicht der Akten, gefolgt von der Fallbesprechung mit der Wohngruppe/Teamleitung, dem Erstkontakt mit dem Jugendlichen und Sorgeberechtigten und der abschließenden Beratung mit dem Jugendamt.
- Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII (KJHG):
- Die Hilfeplanung ist die Grundlage jeder Hilfe, in der Hilfebedarf, Inhalt und Umfang sowie die zu erreichenden Ziele festgeschrieben werden.
- Das HPG findet zu Beginn der Aufnahme und im weiteren Verlauf nach unserem Wunsch alle 4 Monate zur Fortschreibung statt.
- Zusammenarbeit mit den Jugendämtern: Die kontinuierliche Kooperation erfolgt durch die Bezugsbetreuer und umfasst:
- Regelmäßige telefonische oder persönliche Gespräche.
- Unverzügliche Information bei Krisen oder Abweichen von der Hilfeplanung.
- Unverzügliches Anzeigen von Vorkommnissen gem. 8a SGB VIII.
- Dokumentation: Die Betreuungsverläufe werden schriftlich dokumentiert und archiviert, unter anderem durch Sachstandsberichte im 4–8 Wochenrhythmus an das fallführende Jugendamt und Entwicklungsberichte vor jedem HPG.
III. Ergebnisqualität und Evaluation
Wir evaluieren die Wirksamkeit unserer Maßnahmen kontinuierlich:
- Abschlussbericht: Am Ende der Hilfe wird ein ausführlicher Entwicklungsbericht erstellt, der nach einem trägereigenen Leitfaden Ausgangssituation, Hilfeverlauf, angewandte Methoden und abschließende Empfehlungen darlegt.
- Fallsupervision: externe Fachkräfte besuchen die wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen einmal im Monat.
- Qualitätsdialoge: Ein regelmäßiger Qualitätsdialog wird jährlich mit dem örtlichen Jugendamt vereinbart.
- Beteiligung der Betreuten: Die regelmäßige Befragung der Kinder und Jugendlichen zum Verlauf der Hilfen mithilfe eines Fragebogens zur Zufriedenheit ist integraler Bestandteil der Qualitätsentwicklung.
- Kontakte zu Ehemaligen: Nach erfolgreicher Rückführung oder Überleitung steht den Jugendlichen das Angebot zur Beratung der bisherigen Bezugspersonen offen (telefonisch, schriftlich oder persönlich).
IV. Kinderschutz nach § 8a SGB VIII
Der Schutz der uns anvertrauten Kinder hat bei Avalon oberste Priorität. Wir verfügen über ein zertifiziertes Schutzkonzept und fest installierte Verfahrenswege zur Sicherstellung des Schutzauftrages:
- Regelmäßige Schulungen des Teams zur Erkennung von Gefährdungsmerkmalen.
- Festgelegte Kooperation mit einer externen „insoweit erfahrenen Fachkraft“ (Insofa).
- Transparente Dokumentations- und Meldewege in enger Abstimmung mit den belegenden Jugendämtern.
- Präventionskonzepte innerhalb der Wohngruppe (Partizipation und Beschwerdemanagement als Schutzfaktoren).
V. Kontakt für Fachanfragen
Sie benötigen unsere Leistungsbeschreibung (LB) oder das aktuelle Entgeltverzeichnis?
- Ansprechpartner: Ina Bajohr-Bürger, Heilpädagogin
- Telefon: 02902/6770250
- Fax: 02902/6779551
- E-Mail:ki-ju@outlook.de

